“zaum:kumma” im Schönstattzentrum am Kahlenberg

15. bis 16. Nov. 2025

Beim jährlichen „zaum:kumma“ der Schönstatt Familien der Diözese St. Pölten durften wir heuer wieder einmal Kraft tanken für den Alltag und die gute Atmosphäre in der Gemeinschaft sowie beim Heiligtum genießen.

Unsere Leiterfamilie Doris und Walter Heider begrüßte uns sehr herzlich und führte uns das Wochenende durchs Programm.

15 Familien und 15 Kinder, sowie zusätzliche Kinder von einem parallel laufenden Schönstattkurs begeisterte die Erzählung der Geschichte vom Heiligen Leopold. Familie Maderthaner hatte extra für jedes Kind eine Werkzeugkiste gebastelt und die Darbietung von einem echten Hl. Leopold mit seiner Braut Agnes untermalte anschaulich das Leben des Heiligen. Gott zuerst war das Motto nachdem er gelebt hatte. Leopold gründete Klöster und hatte auch den Beinamen „der Freigiebige“.

Erster Höhepunkt war der Vortrag von Sr. Gertrud-Maria Erhard:

Heimkommen zum Ankerplatz und dann weggehen und für Andere zum Ankerplatz werden!
Wir kommen hierher nach Schönstatt – dem Gnadenort, um gute Bekannte zu treffen, aufzutanken, unsere Anliegen zu bringen.
Bündnis – unser Weg der Hoffnung! Im Bündnis leben heißt Hoffen und Vertrauen.
Den eigenen Ankerplatz aufsuchen – das eigene Herz – wenn ich verankert bin, dann kann ich auch für Andere ein Ankerplatz werden.

Anschließend durften die Ehepaare in einem Ehegespräch folgende Fragen beantworten:
Wo haben wir Hoffnungs- und Bündnisgeschichten erlebt?
Welche Ankerplätze im Alltag haben uns geholfen?
Wo durften wir Werkzeug sein – Ankerplatz für andere werden?

Nach dem Kinderabendlob ging es am Abend mit einer Austauschrunde, in der jedes Ehepaar seine persönlichen Antworten auf die gestellten Fragen und seine persönlichen Erlebnisse der Runde mitgeteilt hat. Dabei entstand eine Stimmung des Vertrauens und des Wohlwollens, wobei wir das Gefühl hatten, dass es viele ähnliche Lebenssituationen gibt, wo wir nicht allein sind.

Sr. Ancelina übernahm von Andreas Hönig einen selbstgemachten Stehtisch für den Kahlenberg. Dafür verwendete er eine Scheibe von aus einer doppelstämmig, zusammengewachsenen Kahlenberger Eiche, die eine eigene Geschichte erzählt.

Pater Heinrich Walter eröffnete am Sonntag den ersten Höhepunkt des Tages mit seinem Vortrag „Wie setzen wir unsere Werkzeuge ein – was tun  – aktiv werden“
Wir überlegen, was uns von dem gestrigen Abend am meisten angesprochen hat. Das könnte ich ja eigentlich auch – diese Erkenntnis macht Mut, wir wollen unsere Begabungen einbringen, dabei geht es auch um Selbstbewusstsein.
Man wächst mit der Aufgabe, was traue ich mir zu?
Hinterher ist dann Wachstum passiert, das kommt vom Üben, nicht vom Nachdenken.
Jemand traut mir was zu, so fängt es an. PK „Wir machen alles zusammen – ich entscheide nichts ohne euch“
Wenn wir den lieben Gott in die Mitte unseres Lebens stellen (so wie der Hl. Leopold) und uns auf diese Mitte konzentrieren, entstehen Strahlen, die alles durchdringen. Wenn Gott ins Spiel kommt, dann lösen sich die Probleme auf.
Göttliche Sicherheit – Hoffnung, Ankerpunkt – wir sollen auf Gott setzen!

Wenn wir auf uns schauen, unsere Diözese:
Was trauen wir uns zu? (Talente, zutrauen, Solidarität)
Was traue ich mir zu? Ich traue mir auch was zu!
Leitung: Was trauen wir uns als Diözese zu?

Nächster Punkt war eine Gruppenarbeit!
Hier haben die jeweiligen Familien die Punkte überlegt und Erfahrungen und Träume ausgetauscht.

Anschließend präsentierten die drei Gruppensprecher, die Leitung der Diözese St. Pölten Familien Heider, Habersatter und Maderthaner das Ergebnis ihrer jeweiligen Gruppe.

Die Abschlussrunde zeigte wieder einmal, dass alle Teilnehmenden sehr glücklich und erfüllt von dem Wochenende nach Hause gehen!

Ein kurzer Rückblick aufs letzte Jahr, ein Vorschau aufs Jahr 2026 mit der Einladung zum Neujahrstreffen in Zwettl am 25. Jänner war der Abschluss des Vormittags.
Danach wurden die tüchtigen Kinderbetreuer bedankt und der Höhepunkt des Wochenendes war auch gleichzeitig der Abschluss am Nachmittag mit der Heiligen Messe von Pater Heinrich Walter.

Gabriele Zeitlinger
Fotos: © Martin Kräftner